Tourismus-Information

Die Tourist-Info Eupen ist nun Markenkontaktpunkt

Kurz vor dem Jahreswechsel erfolgte der Umzug - und damit der Aufstieg in die höchste Förderkategorie für touristische Informationsstellen in Ostbelgien. Was das bedeutet und wie sich die Arbeit verändert hat, darüber sprachen wir mit Alain Brock.

Alain Brock ist der Geschäftsführer des Rates für Stadtmarketing und gibt uns mit dem Interview einen interessanten Einblick in die Tourist-Info Eupen.

Herr Brock, der bisherige Standort der Tourist-Info Eupen war genauso beengt wie belebt. Die Lage war toll – aber Rollstühle und Kinderwagen mussten draußen bleiben. Nun sind Sie umgezogen in große, neue Räume im alten Rathaus. Werden Sie da genauso gut gefunden wie am alten Standort? Arbeitet es sich jetzt anders?

Wir sind froh und glücklich, die Besucher der Touristen Informationsstelle bzw. des Markenkontaktpunktes nun in modern eingerichteten, hellen, frisch renovierten und zeitgemäßen Räumlichkeiten begrüßen und beraten zu können. Wir verfügen nun über größere Räumlichkeiten, die uns viel mehr Platz bieten, um Wanderkarten, Souvenirs und regionale Produkte zu präsentieren. Wir sind der festen Überzeugung, dass sich unser neuer Standort innerhalb kürzester Zeit etablieren wird und zu einem neuen Anlaufpunkt für Touristen und Bürger werden wird. Zurzeit diskutieren wir verschiedene Maßnahmen, um die Sichtbarkeit und den Bekanntheitsgrad des neuen Standortes zu optimieren.

Sie sind jetzt Markenkontaktpunkt für den Tourismus in Ostbelgien. Was genau bedeutet das für die Arbeit vor Ort?

Durch die Anerkennung als Markenkontaktpunkt durch die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird der Fokus auf die Vermarktung der Tourismusregion Ostbelgien gelegt. Die Vermarktung Ostbelgiens ist prioritär und die Vermarktung der einzelnen Städte und Gemeinden ist dem untergeordnet. Als touristische Informationsstelle der Klasse 1 decken wir das Informations- und Beratungsangebot für den gesamten Norden der Deutschsprachigen Gemeinschaft ab.

Was hat der Gast konkret von der neuen Aufstellung und der breiteren Angebotspalette?

Unser Informations- und Beratungsangebot ist noch umfangreicher geworden. So können wir beispielsweise viel mehr regionale Produkte präsentieren und in Szene setzen. Über die vier digitalen Touchscreens haben die Besucher die Möglichkeit, sich Wanderungen oder Radtouren anzusehen oder auf Basis des Wanderknotenpunktesystems bzw. der VeloTour-Karte die eigene Strecke selbst zu entwerfen.

Informieren sich Touristen nicht längst online vor der Reise? Sind Tourist-Infos in Zukunft noch sinnvoll?

Natürlich informieren sich viele Touristen online, das gilt sicherlich für die jüngeren Generationen. Aber nach wie vor kommen zahlreiche Touristen in unser Büro, um sich zu informieren, eine Wanderkarte zu erwerben oder gratis Informationsmaterial mitzunehmen. In der heutigen Zeit ist es wichtig, sich über alle bestehenden Kanäle zu vermarkten und bekannt zu machen. Ein ausgewogener Mix ist wichtig.

Zudem kommen viele Betreiber von Übernachtungs- und Horeca-Betrieben zu uns ins Büro, um Informationsmaterial für ihre Kunden und Gäste zu holen.

Das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Fachbereich Sport, Medien, Tourismus, begleitet die touristischen Informationsstellen. Der Fachbereich bereitet deren Klassifizierung vor und garantiert die Bezuschussung. Je nach Kategorie wird die Arbeit der touristischen Infostellen mit 7.000 Euro bis hin zu 45.000 Euro pro Jahr unterstützt. Hinzu kommen Zuschüsse für Beschäftigungsmaßnahmen, Ausrüstung, Ausstattung und Weiterbildungen. Zweimal jährlich organisiert das Ministerium einen Studientag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tourist-Infos.

62075